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Schauspieler, Regisseur, Kameramann

Fabian Jedamzik

Mein Vortrag behandelt die Aufgabenbereiche des Regisseurs und des Schauspielers, sowie ihre Ziele bzw. Eigenschaften. Der Schauspieler ist als Charakter eine egoistische und eitle Person, die seine Rolle als die wichtigste sehen sollte und sein Auftreten als das hervorragende betrachtet. Dies bringt ihn zur schnellen Identifikation mit der Rolle, da er andere Charaktere kaum beachtet.

Ein Drehtag des Schauspielers beginnt mit der Maske und der Anprobe der Kostüme, welche er schon bei den Proben tragen sollte um sich schnellstmöglich in seine Rolle hereinversetzen zu können. Bei den Proben werden aus dem Drehbuch die Szenen laut vorgelesen, gespielt und gemeinsam mit dem Regisseur besprochen, um Ideenfindungen zu ermöglichen. Hier hat der Schauspieler noch die Möglichkeit seine Rolle zu interpretieren und spontan Dinge zu ändern, was in der Aufnahme jedoch völlig verloren geht, da nach dem endgültigen ,,Bitte`` des Regisseurs zu Beginn des Drehens die Rolle lediglich vorgetragen werden muss, alle Schritte und Sätze sind festgelegt, keine Variationen sind erlaubt.

Der Schauspieler ist ein Individuum beim Film, der vom Regisseur geformt wird und die Eigenschaft, sich problemlos und in Sekundenschnelle in eine andere Person hineinversetzen zu können, besitzen muss. Dies ist meistens bei der ersten Aufnahme bestmöglich, da die Konzentration hier am höchsten ist. Je mehr Versuche für eine Szene der Schauspieler braucht, desto schlechter spielt er. Hier hat der Regisseur die Aufgabe seine Akteure zu motivieren und zu formen bis sie Scheu oder Kameraangst verlieren.

Für den Regisseur beginnt die Arbeit für einen Film im Bezug auf die Schauspielerwahl beim Casting. Hier werden von ihm für jeden Schauspieler verschiedene Szenen erdacht, die er dann begutachtet um letztendlich den Darsteller auszuwählen, von dem er am meisten Verständnis für die Rolle erwartet. Nun muss ein Regisseur beachten welchen Akteur er am besten formen kann, wer in sein Rollenbild passt. Ist die Wahl für einen der Vorsprechenden gefallen, so wird er automatisch eingeschränkt. Sein Bild von der Rolle ist nun auf einen Schauspieler fixiert, seine äußerlichen Vorstellungen müssen von ihm neu erdacht werden.

Am Drehtag sieht der Regisseur sich zu Beginn das Setting an und begutachtet die Arbeit der Dekorateure und Beleuchter. Nun wird mit den Schauspielern sowie dem Regieassistent der Szenenablauf besprochen um auf neue Ideen zu stoßen. Der Regisseur braucht die Eigenschaft des Vordenkens, die nächste Szene muss immer in seinem Kopf vorhanden sein damit Schnitte an den richtigen Stellen gemacht werden können. Gänge durch eine Tür sind hier vorteilhaft. Weiterhin muss er die Fähigkeit besitzen seine Meinung von einer Szene durchzusetzen. Der Schauspieler muss das tun, was der Regisseur von ihm fordert, wenn eine Szene nicht passt so wird sie eben 20 mal geprobt bis sie sitzt. Er ist letztendlich der wichtigste Mann am Set, eben darum werden Versicherungen abgeschlossen, die den Kostenüberschuss zahlen, falls ein Regisseur erkrankt.

Bereits beim Dreh eines Filmes oder Videos hat man verschiedene Möglichkeiten, visuelle Effekte zu erzeugen. Zu den wichtigsten und effektivsten zählt der Lichteinfall am Drehort (zunächst der natürliche, oft wird aber durchaus mit Spiegeln und Scheinwerfern, mit Beleuchtung nachgeholfen). Filter, die dem Bild eine bestimmte Färbung verleihen können, um eine passende Atmosphäre zu erzeugen, können ebenfalls schon beim Dreh angewandt werden. Dies spart Zeit in der Nachbearbeitung und sorgt oftmals für eindrucksvollere Ergebnisse als nachträglich eingefügte Effekte.

Weitere einfache Möglichkeiten, um das Bild zu verändern sind gezielte Einstellungen bezüglich der Schärfe, das Verschmutzen des Objektivs, beispielsweise mit Vaseline (Weichzeichnereffekt), oder das Anbringen von Folien vor dem Objektiv.

Am Nachmittag folgte das Referat von Thomas. Er befasste sich mit der Umsetzung eines Textes zu einem Musikvideo-Konzept.


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