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Narration im Film

Claudia Dittmann

Narration ist die erzählte Handlung in einem Film. Sie umfasst die Gesamtheit (Entwicklung, Anordnung und Darstellung) der Erzählung und schließt dabei die Kameraführung, den Schnitt und die Ausstattung der Szene ein. Die Narration ist definiert durch den Anfang, das Ende und die dazwischen liegende Durchführung eines Vorganges. Dabei muss mindestens eine Ausgangssituation vorhanden sein, welche durch eine Veränderung in mindestens einem Merkmal in eine Endsituation übergeht (Minimalstruktur).

Die Dramaturgie spielt bei der Narration eine wichtige Rolle. Sie soll den Zuschauer in Anspannung setzen und ihn mit dem, was gezeigt wird, mitgehen lassen. Das dramaturgische Geschehen entwickelt sich aus dem Auftreten der Figuren, deren Verhältnis zueinander und der daraus entstehenden Handlung innerhalb eines begrenzten Raumes, welche durch Konflikte und dessen Lösung geprägt ist. Die erzähltechnische Anordnung des Geschehens erfolgt nach bestimmten Erzählmustern, wobei Fragen aufgeworfen werden wie:

Warum passiert die Handlung?
Wer ist daran beteiligt?
Welche Konsequenzen ergeben sich für die Beteiligten?

Die Dramaturgie wird durch Erzählmittel verstärkt. Dies gelingt einerseits durch Zurückhaltung von Informationen, wodurch Spannung erzeugt wird und der Zuschauer auf die Auflösung wartet. Andererseits können die Informationen in einer nicht offensichtlichen Form dargeboten werden, wodurch der Zuschauer in die Lage gerät, sie aktiv entschlüsseln und interpretieren zu müssen. Die dramaturgischen Erzählmittel enthalten nicht immer für den Handlungsverlauf wichtige Informationen. Sie präsentieren dagegen meist abstrakte Gedanken und Ideen, welche (unter anderem) durch Metaphern, Symbole und Allegorien dargestellt werden können.

Die Narration umfasst zwei Ebenen. Die erste Ebene beinhaltet die Geschichte des Filmes, die zweite den Diskurs. Dieser besteht aus dem Filmbild und der Verbindung der Filmbilder. Dabei entsteht die Montage und die ,,Mise-en-scène`` (Inszenierung). Die Montage befasst sich mit dem Schnitt, der aus dem Bewusstsein des Zuschauers verschwinden soll. Die ,,Mise-en-scène`` beschäftigt sich dagegen mit der Aufteilung des Bildes. Dazu gehört die Auswahl der Schauplätze und Requisiten, die Aufteilung des Bildraumes in Bildebene und -tiefe, die Verteilung der Charaktere und Objekte, die Ausnutzung bestimmter Kameraperspektiven und -bewegungen sowie die Lichtführung und Verwendung der Tiefenschärfen.

Ziel jedes Filmes ist es, die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu erregen und aufrechtzuerhalten. Um dies zu erreichen, ist nicht nur eine gute Geschichte wichtig, sondern auch ihre Umsetzung. Dazu gehört die Strukturierung der Handlung, die Bildung von Figurenkonstellationen sowie die Stimmung, die dem Geschehen zugrunde liegt. Die Dramaturgie dient letztendlich dazu die Spannung aufzubauen und zu halten. Narration ist also nicht nur die filmische Erzählung, sondern umfasst auch deren Umsetzung.

Im Anschluss wies uns Matthias noch einmal auf die wichtigsten Kameraeinstellungen, -perspektiven und -bewegungen hin. Er fügte einige Tipps zum richtigen Schneiden an.

Das Referat von Sarah, was wir dann hörten, bezog sich auf die Studiotechnik. Sie zeigte uns Möglichkeiten und Chancen des virtuellen Studios auf.


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